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Interaktiv Fußball

Zwei Kunstrasenplätze für besseres Training

Landesliga (3): Neues Geläuf für Metzinger Otto-Dipper-Stadion und Sportgeläde Neugreuth

Das obere Spielfeld im Otto-Dipper-Stadion ist bei Regen nichts für Fußball-Ästheten. Das wurde ruchbar, als der Gemeinderat am Donnerstagabend beschloss, den Rasen durch Kunstrasen zu ersetzen.

„Endlich“, freute sich FWV-Stadtrat Stefan Köhler, „darf ich über diesen Antrag abstimmen!“ Freilich war er dafür, ebenso wie all die anderen Ratsmitglieder. Er schilderte auch eines der Probleme des bestehenden Rasenplatzes aus Sicht eines Fußballspielers.

Bei Regen, so Köhler, erhalte man eine frühzeitige Dusche, sofern der Ball als hohe Flanke geschlagen etwa einen halben Meter vor einem lande. Vermutlich hat er absichtlich nicht das Verb „aufprallen“ bemüht, denn bei Staunässe vergessen Bälle nur zu oft eine ihrer herausragensten Tugenden und springen eben nicht mehr, sondern liegen wie erschlagen in der Pfütze.

Wie ein derart getränkter Rasen nach einem zweistündigen Training oder gar nach einem intensiven Spiel aussieht, wissen insbesondere diejenigen, die den Rasen pflegen müssen. Und nicht alle Vereine haben eigene Greenkeeper wie etwa der TSV Wittlingen. Damit aus Sportplätzen aber keine zerfurchten Äcker ohne Fruchtfolge werden, stellen Verantwortliche gerne mal dieses unter Sportlern wenig beliebte Schild auf: „Betreten verboten! Das bringt auf Dauer viel Frust, zumal während der nasskalten Jahreszeit das Schild im Dauereinsatz ist.

Aus Kapazitätsgründen weichen dann selbst hartgesottene Fußballer zum Trainieren in eine der Hallen aus, diese wiederum sind ihrerseits eigentlich den Hallensportlern vorbehalten. Diese Situation wird jetzt entschärft, weil der obere Platz im Dipper-Stadion durch einen Kunstrasenplatz ersetzt wird. Einer von der Sorte, die unter Fußballspielern geschätzt wird.

Mit 40 Millimetern Höhe sind die Kunststoff-Rasenhalme hoch genug, um den Spielern nicht das Gefühl zu vermitteln, über seifigen Boden zu rennen. Wie der damit beauftragte Freiraumplaner Jörg  Sigmund ausführte, haben sich Verantwortliche der TuS einen solchen Rasen in Filderstadt angesehen: „Eine feine Sache“, sei deren Resümee gewesen. 550 000 Euro wird der Rasen kosten. 80 000 Euro übernimmt die TuS Metzingen. Aus Mitteln der Sportstättenförderung fließen in das Projekt weitere 120 000 Euro ein, die das Regierungspräsidium Tübingen dieser Tage bewilligt hat.

Für den Kunstrasen im Neugreuth hat das Regierungspräsidium 45 000 Euro bewilligt. Der kostet nur 300 000 Euro, weil er mit 30 Millimetern auch kürzer ist.

Das ist so gewollt, schließlich handelt es sich bei dem Platz im Neugreuth um einen echten Allrounder, einen Multifunktionsplatz. Auf ihm fühlen sich die Kicker, aber auch Basketball- oder Hockeyspieler wohl.



Bauprojekt Kunstrasen Otto-Dipper-Stadion

Heute hat sich die Stadtverwaltung und die Abteilung Fußball zum Gespräch bezüglich dem Thema Kunstrasenbau getroffen. Es sieht sehr gut aus. Alle Beteiligten haben sich gut ausgetauscht und sind in der Planung gut in der Zeit. Wir hoffen das der Kunstrasen im Oktober 2017 fertig ist und wir dann optimal aufgestellt sind mit 2 Rasenplätzen und einem neuen Kunstrasen.

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Französische Mannschaft beim 45. AH-Fußballturnier in Metzingen


Bereits zum 45. Mal fand das Fußballturnier der TuS Metzingen AH in der Öschhalle statt. Mit der Eingrenzung „Alte Herren“, sprich Männer über 40 Jahre, nahm man es dieses Mal jedoch nicht so genau, denn beim Turnier am Samstag durften auch bis zu zwei 35-jährige Spieler pro Mannschaft antreten. Auch eine Fußballspielerin mischte das Sportevent auf.

Markus Höss organisiert bereits seit 18 Jahren zusammen mit Stefan Köhler dieses länderübergreifende Hobbyturnier. „Wir freuen uns immer, wenn noch mehr Mannschaften dazu kommen“, sagt Höss. Dieses Jahr traten gleich 13 Fußballmannschaften vorwiegend aus der Region Reutlingen und Ermstal an. Seit einigen Jahren nehmen auch Fußballer der französischen Partnerstadt Noyon am Turnier teil. „Es ist etwas Besonderes“, so Eva-Maria Linhardt aus dem deutsch-französischen Partnerschaftsverein, „dass Spieler von soweit her jedes Jahr zu diesem Event kommen.“ Bereits zum fünften Mal in den letzten Jahren fahren die französischen Fußballspieler zu der Sportveranstaltung für ein Wochenende nach Metzingen.

Vier Mal war auch eine Mannschaft der ungarischen Partnerstadt Nagykalló zugegen. Doch da Mitte Juni ein großes mehrtägiges Partnerschaftstreffen in Metzingen mit den Partnerschaftsvereinen aus Frankreich, Ungarn und England stattfinden wird, fokussieren sich die Ungarn dieses Jahr auf einen Deutschlandbesuch im Juni.

Umso schöner, dass die französischen Sportsfreunde zusätzlich für ein Wochenende zum AH-Turnier nach Metzingen fahren. „Die Stadt Noyon stellt den Spielern sogar exklusiv für dieses Wochenende in Deutschland einen Bus für neun Teilnehmer zur Verfügung“, berichtet stolz Daniel Naour, Präsident des deutsch-französischen Partnerschaftsvereins.

Daniel Naour, der als Lehrer 20 Jahre lang bis zu seinem Ruhestand den deutsch-französischen Schüleraustausch in seiner Heimatstadt begleitete, übernahm vor vier Jahren, die Präsidentschaft des deutsch-französischen Partnerschaftsvereins.

Jährlich begleitet er die französische AH-Mannschaft nach Deutschland. „Es ist schön, wenn ein Austausch auch außerhalb der Schulen, zum Beispiel in Sportveranstaltungen wie dieser hier stattfindet“, so Daniel Naour. „Vor allem möchte ich durch die Teilnahme an solchen Veranstaltungen und durch weitere Projekte noch mehr junge Leute für den deutsch-französischen Austausch und die gegenseitige Freundschaft begeistern.“

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Die Fraktionen und der Sport

Zwei Themen, die auch bei der Generaldebatte im Gemeinderat eine Rolle spielten: Ein Kunstrasenplatz im Otto-Dipper-Stadion, wie er von der TuS gefordert wird, und die Erweiterung der Öschhalle.

Eine Planungsrate von 75 000 Euro fordern die Sozialdemokraten zur Erweiterung der Öschhalle. Die sportlichen Erfolge der TuS-Frauenhandballmannschaft erfordere eine größere Hallenkapazität, sagte Jürgen Fromhold. Zudem seien die Tussies "ein unschätzbarer Sympathieträger und Botschafter für Metzingen in Deutschland, ja in ganz Europa", so Fromhold. Jetzt kristallisiere sich bei den Plänen eine modulare Erweiterung heraus. "Die Planung muss unbedingt vorangetrieben werden, schon allein der genauen Kosten wegen, um damit Sponsoren einwerben zu können." Im übrigen sei die SPD-Fraktion, in deren Reihen auch Tussies-Geschäftsführer Ferenc Rott sitzt, der Meinung, dass die Erweiterung der Öschhalle zum Teil eine kommunale Aufgabe sei.

Innerhalb der FWV-Fraktion schätzt man dies ganz anders ein. Der Erweiterung der Halle bleibe der Weg über das Sponsoring vorbehalten. "Dafür eine Grundlage zu schaffen war die Absicht unserer Fraktion, als wir bei der letztjährigen Haushaltsplanung Finanzmittel für eine Machbarkeitsstudie freigaben", sagte Peter Rogosch. Es gebe genügend Großprojekte, die Vorrang haben und zudem zu den Pflichtaufgaben der Stadt gehören. Rogosch nannte in diesem Zusammenhang die Sanierung der Sieben-Keltern-Schule und die Erschließung von Gewerbegebieten. Übrigens könnte die Kommune schneller zu einer Sanierung der Bäder gezwungen werden, als dies den Verantwortlichen lieb sei, sagte Rogosch. "Für unsere Bevölkerung haben die Bäder sicherlich Vorrang vor einer bundesliga- und europatauglichen Großsporthalle."

Dass die Erweiterung der Öschhalle nicht zu den städtischen Pflichtaufgaben gehört sieht man auch in der CDU-Fraktion so. Allerdings, so Eckart Ruopp, solle die vorhandene Machbarkeitsstudie um eine verlässliche Kostenschätzung ergänzt werden, mit der dann private Sponsoren beworben werden können. Hierfür würde die CDU 35 000 Euro in den Etat einstellen.

Der Kunstrasenplatz im Otto-Dipper-Stadion haben CDU, FWV und FDP in ihren Anträgen berücksichtigt. Ein solcher Platz diene dem Breitensport, sagte Peter Rogosch für die FWV. Deshalb wären die Freien Wähler bereit, die Sanierung des Kunstrasenplatzes im Neugreuth zu verschieben. Auch die FDP spricht von dem "dringend benötigten Kunstrasenplatz im Otto-Dipper-Stadion". Nach Ansicht der CDU widerspricht die Verschiebung des Kunstrasenplatzes dem "Geist der Sportstättenentwicklungsplanung", wie Ruopp es ausdrückte. Die CDU beantragt die Einstellung von 250 000 Euro im Haushalt. Hinzu kämen der Zuschuss aus dem FC 08-Förderverein in Höhe von 80 000 Euro sowie ein Landeszuschuss.

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Bernhausen gewinnt das Metzinger Ü40-Turnier

Ein neuer Name taucht in den Annalen der TuS-Fußball-Senioren bei den Hallen-Turnieren auf: Erstmals konnte sich die Truppe des TSV Bernhausen in die Siegerliste eintragen. 16 Mannschaften nahmen an der 44.

Ein neuer Name taucht in den Annalen der TuS-Fußball-Senioren bei den Hallen-Turnieren auf: Erstmals konnte sich die Truppe des TSV Bernhausen in die Siegerliste eintragen. 16 Mannschaften nahmen an der 44. Auflage des von den Fußball-"Senioren" der TuS Metzingen organisierten Ü-40-Wettbewerbs in der Öschhalle teil. Für den internationalen Kolorit sorgte wiederum eine Vertretung aus der Metzinger Partnerstadt Nagykalló. Und war diesmal in der Vorrunde mit drei Siegen auch recht erfolgreich. Erst in der Zwischenrunde kam für die ungarischen Kicker nach einem 0:1 gegen Bernhausen das Aus.

Endspiel: TSV Bernhausen - KSV Behar Bad Urach 2:0

Ungeschlagen in Vor-und Zwischenrunde (lediglich mit ein beziehungsweise zwei Unentschieden belastet) waren diese Teams relativ sicher in das Finale vorgestoßen. In der äußerst spannenden und intensiv geführten Partie nutzten die Senioren des Filder-A-Ligisten eiskalt ihre Chance zum letztlich verdienten 2:0-Sieg. Die Bosnier-Gruppe hingegen sah sich selbst in aussichtsreichen Situationen immer wieder clever abgeblockt.

Da den aktiven KSV Behar-Akteuren derzeit kein Spielfeld zur Verfügung steht, sind eben ihre AH-Kicker in der Halle am Ball. Eine Mannschaft, wie deren Spieler erzählen, in der trotz der starken multireligiösen Ausprägung eine sehr starke Kameradschaft herrsche.

Spiel um Platz drei und vier:

TB Kirchentellinsfurt - Türkspor Dettingen 6:3 (1:1) nach Neun-Meter-Schießen

Etwas glücklich gelang dem letztjährigen Turniersieger Türkspor Dettingen Sekunden vor Schluss noch der Ausgleich. Im nun erforderlichen Neun-Meter-Schießen präsentierten sich die K'furter dann mit einer exzellenten Null-Fehler-Quote.

Spiel um Platz fünf und sechs:

SG Reutlingen - Gebäudeservice Tadic 3:2 (1:1) nach Neun-Meter-Schießen

Spiel um Platz sieben und acht:

RTF 1 - SF02 Reutlingen 5:4 Entscheidung nach Neun-Meter-Schießen

Spiel um Platz neun und zehn:

SV Gruol - Partnerstadt Nagykalló 4:2 Entscheidung nach Neun-Meter-Schießen

Viel Lob bei den Teilnehmern fand das TuS-AH-Organisationsteam um Chef-Koordinator Markus Hoss für den reibungslosen Verlauf des Turniers. Erfreulich auch das sportlich faire und kameradschaftliche Auftreten der "Senioren".


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TuS hofft auf Kunstrasenplatz

Ruhe herrscht derzeit im Otto-Dipper-Stadion. Dabei würden Zizino Teixeira-Rebelo und seine TuS-Fußballer gerne trainieren. Auf dem Rasenplatz unmöglich. Weshalb sie jetzt auf einen Kunstrasenplatz hoffen.

Wenn morgen Abend im Gemeinderat der neue Haushaltsplan vorgelegt wird, dann spiegeln sich darin für viele, die in den vergangenen Monaten Anträge eingereicht haben, Hoffnung und Enttäuschung. Ersteres hegt die TuS Metzingen, vor allem deren Fußballabteilung. Denn bereits im Juni vergangenen Jahres war ein Antrag zum Bau eines Kunstrasenplatzes draußen auf dem Gelände des Otto-Dipper-Stadions eingereicht worden. Die Maßnahme wurde von der Verwaltung zwar zunächst einmal auf 2020 verschoben, aber TuS-Vorsitzender Gerhard Göhner und sein Fußballabteilungsleiter Zizino Teixeira-Rebelo setzen nun auf ein Einsehen und das Wohlwollen der Fraktionen im Gemeinderat.

"Die lange Winterpause ist für uns Fußballer, für die Trainer und gerade auch für die Kinder und Jugendlichen eine Katastrophe", beschreibt Teixeira-Rebelo die Situation. Denn bis Anfang März bleiben die Rasenplätze auf dem Stadiongelände gesperrt, der Rasen muss sich erholen. Ende Februar beginnt aber zum Teil schon wieder der Spielbetrieb mit Nachholspielen. "Ein Kunstrasenplatz wäre bespielbar und wir könnten trainieren."

Bis zu 500 000 Euro kostet ein Kunstrasenplatz, 80 000 Euro würde die TuS als Spende vom "Verein zur Förderung des Jugendfußballs in der TuS Metzingen" erhalten. Die TuS rechnet zudem mit einem ebenso hohen Zuschuss aus Fördertöpfen des Landes.

Rund 400 Fußballer kicken derzeit für die TuS Metzingen, davon mehr als 200 Kinder und Jugendliche, viele mit Migrationshintergrund, die in den Mannschaften eine Heimat gefunden haben. Doch für die TuS-Spitze geht es auch darum, Trainer, Übungsleiter und Ehrenamtliche bei der Stange zu halten. Gerade in einer Zeit, in der das Ehrenamt abnimmt, sieht sich der Verein in der Motivationspflicht. Und schielt dabei auch auf Nachbargemeinden, deren Vereine den ganzen Winter über auf Kunstrasenplätzen trainieren können. "Andere Vereine laufen uns den Rang ab", beklagt Teixeira-Rebelo. Der in Metzingen massiv eingeschränkte Trainingsbetrieb werde von vielen Trainern nicht mehr akzeptiert.

Bereits vor zwei Jahren hat der Wunsch nach einem Kunstrasenplatz Eingang in den Sportentwicklungsplan der Stadt gefunden. Die Vorteile seien von allen anerkannt, sagt Göhner: geringe Pflegekosten, erweiterte Nutzungszeiten. So kann auf einem natürlichen Rasen 600 Stunden pro Jahr gespielt werden, auf einem Kunstrasen 2000 Stunden. Im Neugreuth verfügt die Stadt bereits über einen Kunstrasenplatz, auf den jedoch vier Vereine Zugriff haben. Von einem funktionierenden Trainings- und Jugendspielbetrieb könne unter diesen Voraussetzungen nicht ausgegangen werden, sagen die Vereinsverantwortlichen.

Auf das Jahr 2020 will sich die TuS Metzingen jedenfalls nicht vertrösten lassen. Und erwartet mit Spannung die nun beginnende Haushaltsdebatte.

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Modern und funktional

Das Metzinger Otto-Dipper-Stadion ist ein Stück moderner. Bei strömendem Regen wurde am Freitagabend der neue Sanitär- und Umkleidetrakt eingeweiht. Satte 1,43 Millionen Euro hat die Stadt dafür investiert.

Von den ersten Planungen bis zur Vollendung hat es vier Jahre lang gedauert. Und es war ein steiniger Weg. Eine Projektgruppe, die 2011 eingesetzt worden war, sollte nicht nur einen simplen neuen Sanitär- und Umkleidetrakt konzipieren, sondern darüber hinausdenken und weitere moderne Akzente für das gesamte Stadion setzen. Die Idee einer umfassenden Modernisierung zerschlug sich allerdings. Das lag daran, dass man sich in Metzingen lange nicht einig werden konnte, wer für welche Kosten aufkommen sollte. Die ehrgeizigen Pläne von Stadt und TuS Metzingen scheiterten schließlich daran, dass der größte Verein der Stadt die Kosten, die auf ihn zugekommen wären, nicht stemmen konnte.

Modernisiert wurde dann also in abgespeckter Form: Den Neubau hat nun die Stadt allein und ohne TuS-Beteiligung finanziert, abzüglich der Landeszuschüsse für Sportstättenbau. Hauptnutzer der neuen Umkleiden sind Fußballer und Leichtathleten der TuS Metzingen. Gut 800 Sportler kommen pro Woche zum Training ins Stadion. Die alten Umkleiden waren fast 50 Jahre alt und überhaupt nicht mehr zeitgemäß.

Dass jetzt das neue Sanitärgebäude in Betrieb genommen werden konnte, ist zumindest ein erster Schritt in Richtung Modernisierung im Stadion. 1,43 Millionen Euro hat die Stadt investiert. Und Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler verdeutlichte bei der Einweihung am Freitagabend, dass man diese Investition trotz der vielen anderen finanziellen Herausforderungen, denen die Stadt sich derzeit gegenübersieht (als Beispiel nannte er die millionenschwere Sanierung der Sieben-Keltern-Schule und den Ausbau der Kinderbetreuung), geschultert hat.

Gut ein Jahr wurde an dem neuen Gebäude, das zwischen Trainingsplätzen, oberen Spielfeldern und Stadion liegt, gebaut, auch die Zuschauertribüne erhielt im Zuge der Bauarbeiten eine Überdachung. Der Zugang zu den Toiletten ist unabhängig vom Spielbetrieb möglich. Ein Ausgang führt zum Stadion, ein anderer zu den oberen Spielfeldern. Auf den 290 Quadratmetern Nutzfläche auf zwei Ebenen sind drei Doppelumkleiden sowie zwei Umkleiden mit Einzelduschen untergebracht. Der ansonsten einfache und funktionale Bau glänzt vor allem durch sein energetisches Konzept, durch Pelletheizung samt thermischer Solaranlage, einer Photovoltaikanlage sowie einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. In Zukunft wird auch die Stadiongaststätte über die Pelletheizung mit Wärme versorgt. Zudem ist der Neubau barrierefrei – und dies sogar ohne Aufzug. Die Planer des Architekturbüros Timo Wezel haben die Topografie der Anlage genutzt. In den Neubau integriert ist auch eine neue Sprecherkabine, wohl die schönste in ganz Baden-Württemberg, wie Fiedler betonte. Denn der Sprecher blickt nicht nur aufs Stadion, sondern auch auf die Weinberge.

Die alten Umkleiden dienen in Zukunft als Lagerräume für die TuS. Ein weiterer Teil wurde zum Pelletlager umgebaut. Nach der Einweihung und Inbetriebnahme der neuen Umkleiden könnte als nächstes die Sanierung der Stadiongaststätte anstehen.

Doch darüber machte man sich am Freitagabend zunächst einmal keine Gedanken. Und trotz des Dauerregens wollte man im Zuge der Einweihung auf eines nicht verzichten: auf die obligatorische Stadionwurst.




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Die Abteilung Fußball der TuS Metzingen erhält 1200 Euro Bonuszahlung vom DFB als Talentförderung



Die Abteilung Fußball der TuS Metzingen erhält 1200 Euro Bonuszahlung vom DFB als Talentförderung

Für die Talentförderung der Junioren-Nationalspielerin Selin Münz, überreichte am Montag Abend Helmut Ebermann vom Verbands-Jugendausschuss einen Scheck in Höhe von 1200 Euro an die TuS Metzingen.
Selin Münz, zwölffache Junioren-Nationalspielerin und seit drei Jahren beim Bundesligisten Vfl Sindelfingen aktiv, lernte beim damaligen Trainer Vincenco Mastrangelo das Fußballspielen... in Metzingen. Das Geld kommt der Jugend zu Gute, freut sich Jugendleiter Thomas Fesseler und zudem spielt aktuell die kleine Schwester Salome Münz derzeit beim gleichen Trainer Vincenco Mastrangelo in der C1-Jugend in der Bezirksstaffel. In geselliger Runde und familiärer Atmosphäre wurden alte und aktuelle sportliche Geschichten erzählt. In der letzten Spielrunde 2014/2015 stand die Innenverteidigerin für den Vfl Sindelfingen 21 mal auf dem Rasen. Im Jahr 2011 gab Sie beim U-15 Spiel gegen die schottische Auswahl ihr Debüt und 11 weitere Einsätze streifte Selin das Trikot mit dem Adler über. Für die A-Nationalmannschaft ein Spiel machen und in Frankreich bei Paris Saint Germain spielen, ist der große Traum. Das ist zwar Stand heute unrealistisch, bleibt sie auf dem Boden. Doch Träumen ist erlaubt, selbst im Profifußball.


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TuS AH Info 2015: Ein faires Turnier

Kräftemäßig stark dezimiert startete das 43. Metzinger AH-Turnier in der Öschhalle. Turnier- Sieger wurde souverän "Türkspor Dettingen".

"Wer hier ins Feld geht, kennt sich von der Jugendzeit. Da trifft man die Gegner von vor 30 Jahren", erklärt Stefan Köhler, stellvertretender Leiter der AH-Fußballer in der TuS Metzingen, "der Ehrgeiz hat seine Grenzen. Es geht mehr ums Treffen, um Fitness, den Mannschaftssport und nicht mehr so zur Sache". Das 43. Metzinger AH-Turnier am Sonntag in der Öschhalle war eine außerordentlich faire Veranstaltung, sagten die Spielleiter der TuS unisono.

Das verflixte 0:8 (kein Handball) der französischen Equipe aus Noyon gegen die befreundete AH aus Gruol in der Zwischenrunde war dabei nur eine Randnotiz, die beim abendlichen Absacker längst passé gewesen sein dürfte. Die Metzinger AH freut sich heute schon auf den Gegenbesuch in Frankreich im Mai zum Kleinfeldturnier im Freien: "Die haben uns das erste Mal eingeladen", sagt Köhler. Die Mannschaft der ungarischen Partnerstadt Nagykálló hatte in diesem Jahr abgesagt, obwohl es ihnen in Metzingen ganz gut gefallen hatte. "Ein irrsinnig langer Weg", sei der Absagegrund, sagt Stefan Köhler, die Engländer haben es übrigens noch nie geschafft.

Das Reglement des Tages sah 20 Mannschaften in vier Gruppen vor. Die Küchenmannschaft übernahm mit zwei Mann durchgehend zwei Schichten und selbst das Publikum war stark dezimiert. Das Metzinger AH-Turnier ist eines der größten in der gesamten Region, von Bernhausen, Nürtingen, Reutlingen, über die Alb bis ins Hohenzollerische. An keinem anderen Standort stehen gleichzeitig zwei Hallen zur Verfügung.

Die Spiele selbst laufen im Zehn-Minuten-Rhythmus mit genauso langen Pausen dazwischen. "In dem Alter strengt das an", versichert Stefan Köhler glaubhaft. Was an Barem vom Tag übrig bleibt, geht in die Vereinskasse der Jugend, deshalb hilft der eine oder andere bei der Arbeit schon mal mit aus. Spielberechtigt sind Mannschaften aus Sportvereinen mit fünf Spielern über Vierzig plus Torwart.

Turniersieger war am Sonntag souverän "Türkspor Dettingen". Sie gewannen das Endspiel gegen den TSV Riederich mit 3:1. Dritter wurden die "Croatia Boys", die sich gegen den SV Gruol mit 3:0 durchsetzten. Der 5. Platz ging an den FC 80 Neuhausen, der gegen die SG Reutlingen 3:4 im Elfmeterschießen gewann. Für Noyon lief es wie erwartet nicht mehr so gut, die Mannschaft aus der Partnerstadt verlor gegen den TSV Dettingen mit 7:2 und wurde Achte.


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TuS AH Info 2014: SV Croatia zaubert am meisten

Nach etlichen vergeblichen Anläufen durfte sich diesmal die Reutlinger Croatia-Truppe als Sieger des Metzinger Senioren-Fußball-Turniers feiern lassen.

20 Mannschaften nahmen an der 42. Auflage dieser von den Seniorenfußballern der Metzingen ausgerichteten Ü-35-Veranstaltung teil. Wiederum dabei waren auch die Kicker aus den Metzinger Partnerstädten Noyon (Frankreich) sowie Nagykálló (Ungarn) und sorgten damit für das internationale Flair. Erstmals im Öschhallensportzentrum (gespielt wurde in beiden Hallen) gab die Traditionsmannschaft des SC Freiburg ihre Visitenkarte ab.

Endspiel: SV Croatia Reutlingen - GSV Hellas Reutlingen 3:1

Ungeschlagen in Vor- und Zwischenrunde (lediglich jeweils mit zwei Unentschieden belastet) hatten die beiden Kontrahenten das Finale erreicht. In der packenden und auf technisch gutem Niveau stehenden Reutlinger Derby-Partie ging das kroatische Team um Kapitän Goran Luzaic letztlich verdientermaßen als Sieger vom Parkett.

Mit dem Ertönen der Schlusssirene hatte Zoran Medakovic mit einem fulminanten Distanzschuss in den Torwinkel schließlich alles zum 3:1-Endstand klar gemacht.

Etwas unglücklich hatte das Traditions-Ensemble des SC Freiburg in der Zwischenrunde agiert. Lediglich zwei Treffer fehlten den mit Croatia punktgleichen Ex-Profis Thomas Schweizer, Karl-Heinz "Charly" Schulz (einst Teamkollege vom gegenwärtigen Bundestrainer Joachim Löw beim SC Freiburg in der 2. Bundesliga, Schulz absolvierte 463 Spiele mit 47 Toren für den Freiburger FC und den SC Freiburg) und Co., um ins Endspiel zu kommen.

Spiel um Platz 3 und 4: TSV Kohlberg - SC Freiburg 5:4 (2:2) nach Neunmeter-Schießen. Ein echter Coup gelang dem Überraschungs-Team vom Jusi-Fuß mit dem Erfolg über die favorisierten Breisgauer.

Spiel um Platz 5 und 6. (Entscheidung im Neunmeter-Schießen). TB Kirchentellinsfurt - Nagykálló 4:3.

Spiel um Platz 7 und 8: TSV Dettingen/Erms - Hugo Boss AG 4:3 (Entscheidung durch Neunmeter-Schießen). Spiel um Platz 9 und 10: FC Reutlingen - TSV Betzingen 3:1 (Entscheidung im Neunmeter-Schießen).

Allgemeine Anerkennung bei den Teilnehmern fand das TuS-AH-Organisationsteam um Chef-Koordinator Markus Höss für den reibungslosen Verlauf des Turniers. Besonders erfreulich auch das wiederum sportlich faire und kameradschaftliche Auftreten der "alten" Routiniers, die dabei immer noch recht trickreich auftrumpften.

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