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Punkte fort: Metzinger Spiel wird wiederholt

veröffentlicht um 08.11.2016, 22:32 von Gino Teixeira Rebelo
Die Partie SF Gechingen – TuS Metzingen wird wiederholt. Die TuS setzte einen nicht spielberechtigten Spieler ein, ist aber schuldlos.

Zu viele Punkte hat Fußball-Landesligist TuS Metzingen bisher wahrlich nicht gesammelt. Und anstatt in einer heftigen Notlage demnächst ein Plus auf dem Punktekonto verbuchen zu können, muss der Tabellenvorletzte ab sofort mit drei Zählern weniger auskommen. Denn der 2:0-Sieg bei den SF Gechingen im Landkreis Calw, errungen am 2. Oktober, ist nichts mehr wert. Die Partie muss wiederholt werden. Somit stehen für die Ermstäler nach 13 Spielen mickrige acht Pünktchen zu Buche.

Doch warum muss das Gastspiel der TuS Metzingen bei den Sportfreunden Gechingen vom 2. Oktober wiederholt werden? Die TuS setzte einen nicht spielberechtigten Spieler ein, ist aber dennoch schuldlos. Denn den Bock schoss der Württembergische Fußballverband WFV. Der Reihe nach: Man schreibt den 2. Oktober, es findet der neunte Spieltag in der Landesliga, Staffel 3, statt. Metzingen gastiert bei den SF Gechingen, rund 200 Zuschauer sind auf die Sportanlage gepilgert – keine schlechte Kulisse für Auftritte der Ermstäler. In der 70. Minute beim Stande von 2:0 für die TuS Metzingen wird Luis Miguel Pereira Almeida eingewechselt. Der Neuzugang der Sieben-Keltern-Städter kam von der TSG Young Boys Reutlingen, war laut Pass sogar spielberechtigt. Das Problem: Die Erteilung des Spielrechts war ein Irrtum seitens der Passstelle des WFV. Aus Reutlinger Kreisen bekamen die Gechinger Wind von der Sache und informierten die Regelhüter des Verbandes. „Wir haben gefragt wie das sein kann, dass ein Spieler spielt, der nicht darf“, erklärt Stefan Funk, Abteilungsleiter der Sportfreunde Gechingen. Also begann der WFV zu ermitteln und fand heraus, dass die Spielberechtigung für Pereira Almeida fälschlicherweise erteilt wurde. Almeida Pereira vollzog laut WFV-Urteil, das der SÜDWEST PRESSE vorliegt, in Wechselperiode I einen Vereinswechsel und beantragte das Spielrecht nach Ablauf der Wechselperiode am 15. September. Satte 16 Tage zu spät. „Die Erteilung ist auf einen Bearbeiterfehler beim WFV zurückzuführen“, räumte der in Stuttgart sitzende Verband ein.

Trotzdem greift in solch einem Fall Paragraph 46 (2) der WFV-Spielordnung. Dieser besagt: „Ist eine Spielerlaubnis ohne Schuld des belasteten Vereines [...] irrtümlich erteilt worden [...], ist die Partie grundsätzlich entsprechend seinem sportlichen Ausgang zu werten, es sei denn, der Spielgegner beantragt [...] eine Spielwiederholung.“

Das ist dann auch geschehen, weshalb das Spiel neu angesetzt wurde. Nachholtermin ist der 4. Dezember. Metzingens Spielleiter Thomas Zimmermann akzeptiert die Strafe, ist aber nicht erfreut über das unverschuldete Vergehen und stellt des Weiteren fest: „Der Spieler kam zu einem Zeitpunkt, als das Spiel schon entschieden war.“

Durchaus richtig, aber es hilft nichts, die Paragraphen weisen eine eindeutige Vorgehensweise aus. Sportlich prekär: Metzingen hat somit momentan nur noch acht Punkte auf dem Konto und steckt noch tiefer im Tabellenkeller. Es kommt alles zusammen.

Neues auch beim Metzinger Landesliga-Zittergenossen TSG Young Boys Reutlingen (15 Punkte nach 14 Spielen): Panagiotis Nakos kehrt vom Kreisligisten GSV Hellas Reutlingen im Winter zu den Young Boys zurück. Fabian Friese verlässt hingegen die hellblauen Ringelbachkicker und schließt sich dem Kreisligisten TSV Eningen an.
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